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Acht Mannschaften, ein gemeinsames Ziel: Erfolgreicher Saisonauftakt der Schachfreunde Ochtendung

Mit gleich acht Mannschaften sind die Schachfreunde Ochtendung in die Saison 2026/2027 gestartet. Dabei zeigt sich einmal mehr, wie breit der Verein inzwischen aufgestellt ist: Von der Bezirksklasse bis hin zur C-Klasse finden Spielerinnen und Spieler aller Alters- und Erfahrungsstufen ihre sportliche Herausforderung. Besonders erfreulich ist dabei die kontinuierliche Entwicklung des Nachwuchses, der zunehmend auch in den höheren Mannschaften Verantwortung übernimmt.

Erste Mannschaft vor neuer Herausforderung
Nach der Meisterschaft in der A-Klasse geht die neu formierte Erste Mannschaft in dieser Saison in der Bezirksklasse an den Start. Für die Ochtendunger ist es bereits der dritte Anlauf in dieser Spielklasse. Diesmal soll der Klassenerhalt nicht nur gelingen – vielmehr möchte sich die Mannschaft dauerhaft in der Bezirksklasse etablieren und gleichzeitig dem eigenen Nachwuchs die Möglichkeit geben, sich auf möglichst hohem Niveau weiterzuentwickeln.

Unterstützt wird dieses Projekt von Gastspieler Kevin Weihrauch vom SV Andernach. Darüber hinaus bietet Kevin einmal im Monat ein Training für die erwachsenen Vereinsmitglieder an und bringt damit zusätzliche Impulse in die Trainingsarbeit.

Auf ihren ersten Einsatz in der neuen Spielklasse muss die Erste allerdings noch warten. Aufgrund der ungeraden Teilnehmerzahl in der Bezirksklasse hat die Mannschaft am ersten Spieltag spielfrei.

Vereinsinternes Duell in der A-Klasse
In der A-Klasse sind die Schachfreunde Ochtendung auch in dieser Saison mit zwei Mannschaften vertreten. Gleich zum Auftakt kam es zum vereinsinternen Duell zwischen der Zweiten und der Dritten Mannschaft.

Die von Vorsitzendem Niklas Roth angeführte Zweite traf dabei auf die junge Mannschaft von Jugendwart und stellvertretendem Vorsitzenden Markus Höblich. Die Spielerinnen und Spieler beider Teams kennen sich seit Jahren bestens. Entsprechend wurde im Vorfeld bereits viel spekuliert und praktisch jede mögliche Konstellation durchgespielt.

Den Auftakt machte das Duell an Brett eins. Niklas überraschte Jugendbezirkseinzelmeister Nadir Üstüntas mit einem für ihn eher untypischen, sehr initiativreichen Spiel. Nadir ist für sein gefährliches Angriffsspiel bekannt, doch Niklas gelang es, die Angriffsbemühungen abzuwehren und seine Mannschaft frühzeitig in Führung zu bringen.

Diese Führung konnte Armin Herhaus anschließend ausbauen. In einem komplizierten Mittelspiel setzte er sich gegen Yildiz Göl durch. Yildiz, ebenfalls Jugendbezirkseinzelmeisterin, hat in den vergangenen Monaten durch zahlreiche Turnierteilnahmen ihre Spielstärke deutlich gesteigert und zeigte auch in dieser Partie erneut, welches Potenzial in ihr steckt.

Für den zwischenzeitlichen 2:0-Vorsprung sorgte damit die Erfahrung von Niklas und Armin. Den ersten halben Punkt für die Dritte Mannschaft holte anschließend der inzwischen wieder aktiver am Spielbetrieb teilnehmende und sehr erfahrene Uwe Vetter. Gegen Erik Häuser einigte er sich auf Remis.

Erik ist ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Jugendarbeit der Schachfreunde. In der vergangenen Saison war er noch Brettmeister in der C-Klasse und eine wichtige Stütze der Sechsten Mannschaft. Aufgrund seiner starken Leistungen bei den vergangenen Turnieren darf er nun den Nachwuchsblock der Dritten Mannschaft im Jugendtrio ergänzen.

Für die Dritte wurde es anschließend noch einmal spannend. Florian Schneider verkürzte gegen Adrian Luckmann auf 1,5:2,5. Florian hielt die Partie lange Zeit ruhig und ausgeglichen und nutzte anschließend den ersten Fehler seines Gegners konsequent aus.

Damit lag die Entscheidung auf dem letzten Brett. Markus musste seine Partie gewinnen, um seiner Mannschaft noch den Ausgleich zu sichern. Sein Gegner war ausgerechnet Aljoscha Böhm, der nach vielen Jahren als Weltenbummler inzwischen wieder näher an die Heimat gezogen ist.

Die Paarung versprach zusätzliche Brisanz: Markus hatte Aljoscha selbst über längere Zeit als Trainer begleitet und damit einen wichtigen Anteil an dessen schachlichen Entwicklung. Nun stellte sich die Frage, ob der Schüler seinen ehemaligen Trainer bezwingen würde.

Die Antwort lautete diesmal: nein.
Aljoscha brachte mit einem optisch interessanten Figurenopfer zusätzliche Spannung in die Partie. Markus widerlegte die Idee jedoch konsequent und beendete die Partie schließlich mit einem sehenswerten Matt.

Damit endete das vereinsinterne Duell mit einem 2:2-Unentschieden – ein Ergebnis, mit dem beide Mannschaften im Nachhinein gut leben konnten. Wie ausgeglichen die beiden Teams tatsächlich aufgestellt waren, zeigt auch ein Blick auf die Zahlen: Die kumulierte Gewinnerwartung lag bei 2,53 Punkten für die Zweite gegenüber 2,47 Punkten für die Dritte.

Beide Mannschaften haben damit einen gelungenen Einstand in die neue Saison gefeiert und gleichzeitig die Vorfreude auf die kommenden Aufgaben geweckt.

 

Vierte gegen Fünfte: Jugend unterliegt knapp
Ebenfalls am ersten Spieltag kam es in der B-Klasse zum vereinsinternen Duell zwischen der Vierten und der Fünften Mannschaft.

Dabei musste sich die junge Mannschaft von Mannschaftsführer Ben Dittmann knapp dem Team um Edgar Fuchs geschlagen geben. Besonders bemerkenswert: Obwohl die jüngere Mannschaft deutlich mehr Turniererfahrung mitbringt, setzte sich diesmal die neu zusammengestellte Vierte durch.

Edgar, der auf jahrelange Erfahrung in der C-Klasse zurückblicken kann, bildet gemeinsam mit den Debütanten Daniel Bücken, Dustin Cubitt und Timo Luckmann das neue Team. Die drei Neueinsteiger haben dabei bereits eindrucksvoll bewiesen, dass sie das Niveau der B-Klasse mitgehen können.

An den ersten beiden Spieltagen konnten alle drei bereits eigene Punkte zum Mannschaftsergebnis beitragen. Das macht neugierig darauf, wie weit ihr Weg mit regelmäßigem Training und zunehmender Wettkampferfahrung noch führen kann.

Drei Mannschaften als Sprungbrett für Nachwuchs und Einsteiger
Auch in dieser Saison bieten die Schachfreunde Ochtendung mit drei Mannschaften in der C-Klasse Kindern und Neueinsteigern hervorragende Möglichkeiten, erste Erfahrungen im Mannschaftsspielbetrieb zu sammeln.

Gerade diese breite Aufstellung ist ein wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit. Junge Spielerinnen und Spieler können unter Wettkampfbedingungen Erfahrungen sammeln, Verantwortung übernehmen und sich Schritt für Schritt an höhere Spielklassen herantasten.
Dass dieses Konzept funktioniert, zeigt sich zunehmend auch in den höheren Mannschaften. Neben dem stetigen Mitgliederzuwachs steigt das Spielniveau im Verein kontinuierlich.

Ochtendunger Nachwuchs sammelt Erfahrung in der Rheinlandliga
Einen weiteren wichtigen Schritt machen in dieser Saison Leo von Elmpt und Fynn Schneider. Beide gehören bereits zur Ersten Mannschaft der Schachfreunde Ochtendung und erhalten die Möglichkeit, als Gastspieler bei Rheinlandligisten wertvolle Erfahrungen auf noch höherem Niveau zu sammeln.

Für Leo und Fynn ist dies eine hervorragende Gelegenheit, sich mit stärkeren Gegnern zu messen, neue Erfahrungen zu sammeln und das eigene Spiel weiterzuentwickeln.
Gleichzeitig ist die Maßnahme Teil eines langfristigen Ziels der Schachfreunde Ochtendung: Der Verein möchte sich sportlich Schritt für Schritt weiterentwickeln und langfristig selbst den Sprung in die Rheinlandliga schaffen.

Mit acht Mannschaften, zahlreichen Nachwuchsspielern und einem stetig wachsenden Spielniveau sind die Voraussetzungen dafür jedenfalls so gut wie lange nicht. Die Saison 2026/2027 verspricht für die Schachfreunde Ochtendung damit nicht nur spannende Mannschaftskämpfe, sondern auch viele weitere Entwicklungsschritte – auf den Brettern ebenso wie im gesamten Verein.