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Meisterschaft und Wiederaufstieg perfekt

Das perfekte Finale sollte es werden am 12. April in der A-Klasse des SBRAM. Vor dem letzten Spieltag lag die erste Mannschaft mit einem halben Brettpunkt denkbar knapp hinter der SpVgg Kalenborn und während man selber in Cochem gegen die dritte Mannschaft entsprechend auf jeden Fall ein ordentliches Ergebnis abliefern musste, war es ausgerechnet die zweite Mannschaft der Schachfreunde selbst, die im heimischen Rathaus gegen Kalenborn zum Meistermacher werden konnte.

In der Osterpause wurden alle denkbaren Szenarien besprochen aber klar war am Ende, dass ein halber Brettpunkt mehr her musste um den Titel und damit auch den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksklasse klar zu machen aus der man im Vorjahr denkbar unglücklich abgestiegen war. Nach etwas mehr als zwei Stunden vermeldete Mannschaftsführer Niklas Roth den ersten Zwischenstand aus Cochem. Ein 4:0 stand zu dieser Zeit schon als deutliches Ausrufezeichen in Richtung Titel, da er selbst, Nils Schuck, Leo von Elmpt und Friedel Schütz ihren Gegnern sehr schnell den vollen Punkt abnehmen konnten. Lediglich Armin Herhaus kämpfte zu diesem Zeitpunkt noch etwas auf verlorenem Posten gegen Dominik Treis und musste tatsächlich auch wenige Minuten später den einzigen Verlustpunkt des Tages hinnehmen.

Zu dieser Zeit war in Ochtendung aber noch jedes Brett offen. Lediglich Halewijn Stikvoort hatte sich gegen Hilmar Kretzer ein positionelles Übergewicht erspielt, dass der Kalenborner Mannschaftsführer aber zäh zu verteidigen wusste. Es drohten Königsangriffe auf beiden Seiten aber die Figuren von Halewijn waren insgesamt weniger gebunden, so dass er über den Damenflügel Druck aufbauen konnte. Etwas über die 3-Stundenmarke konnte dann die mittlerweile ebenfalls in Ochtendung eingetroffene erste Mannschaft den ersten Punkt an genau diesem Brett bejubeln weil Halewijn die Partie konsequent in eine nicht mehr zu verteidigende Gewinnstellung gebracht hatte. Aus den noch laufenden 4 Partien musste nun noch dieser halbe Brettpunkt her. An Brett 1 dann der „Rückschlag“, wobei gegen Konstatin Trojanowski als wertungsstärkster Spieler der gesamten Liga ohnehin für Fynn Schneider sicherlich höchstens Außenseiterchancen bestanden. Konstantin nutzte den mittlerweile entstandenen Materialvorteil völlig routiniert um den ungefährdeten Ausgleich einzufahren. Doch die finale Entscheidung ließ nicht lange auf sich warten. Mannschaftsführer Jannik Höblich hatte es gegen Jürgen Mölders geschafft die Partie so zu vereinfachen, dass ein remisiges Turmendspiel entstand und so kam sein Gegner nicht umhin die Hand zur Einigung zu schütteln. 1,5:1,5 bedeutete mindestens den Titel, wenn zu diesem Zeitpunkt auch noch gemeinsam mit Kalenborn.

Adrian Luckmann quälte sich bereits lange mit einer sehr geschlossenen Stellung in der Rainer Koss seine Figuren peu à peu besser stellen konnte, während Adrian nur Abwartezüge blieben. Folgerichtig brach Rainer dann gut vorbereitet in die Stellung seines Gegners ein und erlegte den weißen Monarchen. An Brett 4 sah es zu diesem Zeitpunkt aber mindestens nach einer Punkteteilung aus, weil Alex Pflaum gegen Manfred Latz in ein Endspiel mit verschiedenfarbigen Läufern und einem Mehrbauern gekommen war. Lange kämpften sich beide an der Aufgabe ab dem anderen den entscheidenden Schlag zu versetzen, doch am Ende fand niemand der beiden diesen einen genialen Zug. Remis. 3:2 verlor zwar die zweite Mannschaft dieses Spiel aber die Schachfreunde Ochtendung I wurden damit alleiniger Meister der A-Klasse in der Saison 2025/2026. Die Schachfreunde Ochtendung II landen auf einem respektablen 5. Platz, wobei sie in der Saison überhaupt nur am ersten und letzten Spieltag in Stammbesetzung antreten konnten und insgesamt 14 mal auf Ersatzspieler zurückgreifen mussten.

In der kommenden Spielzeit gilt es nun den Platz in der Bezirksklasse dauerhaft zu festigen. Bei den guten Ergebnissen aus dieser Saison und der Vielzahl an talentierten Nachwuchsspielern und Nachwuchsspielerinnen sollte das aber kein wirkliches Problem sein.

Titelfoto: Mannschaftsfoto SFO1, es fehlen: Friedel Schütz, Nils Schuck, Sven Rückemann und Jannik Höblich